Klimaneutral seit 2020

Die Vaillant Group ist im eigenen Geschäftsbereich (Scope 1 und 2) seit 2020 klimaneutral. Mit dem neuaufgelegten Nachhaltigkeitsprogramm SEEDS hat sich das Unternehmen in allen Fokusfeldern des Programms konkrete Ziele gesetzt.

"Grüner" Strom, "grüne" Fahrzeugflotte und grüne Wälder

Das Ziel ist ambitioniert: Die Vaillant Group verfolgt mit dem Nachhaltigkeitsprogramm SEEDS das Ziel, die selbst verantworteten CO₂-Emissionen (Scope 1 und 2) bis zum Jahr 2030 zu halbieren. Damit leisten wir unseren Beitrag zum Pariser Klimaschutzabkommen von 2015. Es sieht vor, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

Wie wollen wir das schaffen?

Mit Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen, Effizienzmaßnahmen in Gebäuden und der Produktion, einer „grünen“ Fahrzeugflotte und vielen Ideen. So werden wir die eigenen CO₂-Emissionen schrittweise von jährlich rund 56.000 Tonnen im Jahr 2018 bis 2030 auf unter 28.000 Tonnen reduzieren. Die verbleibenden Emissionen gleichen wir seit 2020 durch Aufforstungsprojekte aus.

Bis Ende 2020 hat das Unternehmen im Vergleich zum Basisjahr 2018 seine CO₂-Emissionen bereits um 35 Prozent reduziert. Die verbliebenen 36.000 Tonnen CO₂ für 2020 wurden durch Zertifikate aus einem nach Goldstandard zertifizierten Aufforstungsprojekt in Panama ausgeglichen.

Wir agieren auf der Grundlage von validen Daten und wissenschaftlich fundierten Vorgaben

Reduzieren und kompensieren klingt einfach. Aber hinter dieser Strategie steckt eine umfassende Datenanalyse. Seit 2018 ermittelt die Vaillant Group ihren CO₂-Fußabdruck, um auf Basis einer validen Datengrundlage zu wissen, durch welche Aktivitäten wie viel Treibhausgase emittiert werden. Dabei folgen wir den Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol, einem weltweit anerkannten Standard zur Ermittlung und Bilanzierung von Treibhausgasemissionen. Die von der Vaillant Group ausgewiesenen eigenen CO₂-Emissionen umfassen Treibhausgase, die durch die Nutzung von Gas und Strom in der Produktion und an unseren Verwaltungsstandorten sowie der Nutzung von Fahrzeugen entstehen. Im Greenhouse Gas Protocol fallen diese Emissionen in den Scope 1 und den Scope 2. Neben CO₂ betrachtet die Vaillant Group gemäß Greenhouse Gas Protocol auch alle anderen relevanten Treibhausgase des Kyoto Protocols. Emissionen dieser Gase werden in so genannte CO₂-Äquivalente umgerechnet und bei der Ermittlung des CO₂-Fußabdrucks der Vaillant Group berücksichtigt.

Um unsere eigenen Treibhausgasemissionen bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren, orientieren wir uns an den Vorgaben der „Science Based Targets“-Initiative. Die wissenschaftlich fundierten Guidelines der Initiative definieren, in welchem Umfang und in welchem Zeitraum ein Unternehmen seine Treibhausgasemissionen reduzieren muss, um seinen Beitrag zur Beschränkung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad zu leisten.

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CO₂-Emissionen reduzieren

Ein großer Hebel bei der CO₂-Einsparung ist Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen. Mit „grünem“ Strom, vor allem für die Produktionsstandorte, lassen sich jährlich bis zu 18.000 Tonnen CO₂ einsparen. Bereits seit 2017 beziehen unsere Werke und Niederlassungen in Deutschland ausschließlich Ökostrom, seit 2018 auch die Werke im französischen Nantes und im britischen Belper. Seit 2020 beziehen alle Standorte der Vaillant Group Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

Ein zweiter großer Hebel ist ein geringerer Energieverbrauch in den Produktionsprozessen und Gebäuden der Vaillant Group. Effizienzmaßnahmen in der Produktion und in den Gebäuden sollen helfen, den Gasverbrauch der Vaillant Group und die damit verbundenen CO₂-Emissionen deutlich zu reduzieren.

Ein dritter Hebel ist die Fahrzeugflotte. Bis 2030 müssen ihre CO₂-Emissionen deutlich sinken: durch sparsamere Fahrzeuge und – wo möglich und sinnvoll – durch Elektroautos.

Eine vollständige Vermeidung von CO₂-Emissionen setzt zwingend voraus, dass nach 2030 erneuerbare Energien im Elektrizitäts- und Gasnetz in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Aus SEEDS wächst ein Wald

Die CO₂-Emissionen, die wir (noch) nicht vermeiden können, kompensieren wir langfristig durch ein eigenes Aufforstungsprojekt. Denn Wälder sind in der Lage, das klimaschädliche Treibhausgas CO₂ aus der Atmosphäre aufzunehmen und langfristig zu binden.

Die Vaillant Group wird im Rahmen langfristiger Projekte Waldflächen in Schwellenländern aufforsten. Das Unternehmen ist Partner von neuen Landschafts- und Aufforstungsprojekten in Peru und Costa Rica. Bis die neu anzulegenden Waldflächen die nach den Reduktionsmaßnahmen verbleibenden Emissionen des Unternehmens vollständig binden, erwirbt die Vaillant Group CO₂-Zertifikate aus einem bereits bestehenden, nach Goldstandard zertifizierten Aufforstungsprojekt in Panama.

Und die Emissionen in geteilter Verantwortung?

Unsere Klimastrategie bezieht sich auf die Emissionen, die im direkten Geschäftsbereich der Vaillant Group entstehen – die wir also selbst verursachen und beeinflussen können (Scope 1 und 2). Daneben gibt es Emissionen, die in der vor- oder nachgelagerten Wertschöpfungskette entstehen und auf die wir nur mittelbar Einfluss haben (Scope 3). Die Verantwortung für diese Emissionen teilen wir uns mit Lieferunternehmen, Mitarbeitenden und sowie Kundinnen und Kunden. Dazu gehören etwa Emissionen der eingekauften Güter und Dienstleistungen sowie solche, die durch Transporte, Dienstreisen oder die Arbeitswege der Mitarbeitenden entstehen.

Zu den Scope 3 Emissionen zählen auch Emissionen, die durch die Nutzung der Produkte der Vaillant Group verursacht werden. Der Umfang der Emissionen, die während des Betriebs eines Heizsystems entstehen, ist abhängig von der Energiequelle, dem Energiestandard des Gebäudes und individuellen Heizgewohnheiten. Mit hocheffizienten Produkten und moderner Regelungstechnik befähigt die Vaillant Group ihre Kundinnen und Kunden, Energie und CO₂-Emissionen zu sparen.

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