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Aus Weideland wird Wildnis – Neuer Lebensraum im Regenwald Costa Ricas

Story

2026-09-15
  • Nachhaltigkeit
  • Energiewende

Was vor vier Jahren noch monotones Brachland war, verwandelt sich Schritt für Schritt in einen immergrünen Regenwald. Das gemeinsame Aufforstungsprojekt der Vaillant Group mit BaumInvest im Norden Costa Ricas zeigt, wie konsequente und intensive Arbeit Früchte trägt.

Vaillant Group
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Die Natur holt sich ihr Land zurück



Ein neuer Tag bricht an über der Ebene von Caño Negro im Norden von Costa Rica. Feuchtigkeit liegt in der Luft, die zehn Meter hohen Spitzen der Bäume sind im Morgendunst kaum zu erahnen. In der Ferne schreit ein Brüllaffe.

Noch vor wenigen Jahren herrschte hier Stille. Brachland. Geprägt durch jahrzehntelange intensive Viehhaltung. Inzwischen hat sich die Natur das Land zurückerobert.

Seit März 2022 setzen die Vaillant Group und BaumInvest ein ambitioniertes Projekt um. Auf einer zertifizierten Netto-Aufforstungsfläche von 700 Hektar entstehen in den aneinander naheliegenden Regionen Caño Negro und Guatuso naturnahe Regenwälder. Sie dienen nicht nur als natürlicher CO2-Speicher, sondern schaffen zugleich neue Lebensräume für seltene, vielfach bedrohte Tierarten.


Geprüfte und zertifizierte CO₂-Bindung

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Das Projekt ist ein Bestandteil der Klimastrategie der Vaillant Group.

Im Fokus steht die Reduktion von CO2 Emissionen im eigenen Geschäftsbereich (Scope 1+2), um das Reduktionsziel nach den wissenschaftlich fundierten Vorgaben der „Science Based Targets“ Initiative zu erreichen. Dies bedeutet, dass alle Unternehmensstandorte bereits seit dem Jahr 2020 Strom aus erneuerbaren Quellen nutzen. Fahrzeugflotte, Gebäude und Produktionsprozesse werden sukzessive elektrifiziert, zudem wird der Energiebedarf durch Effizienzverbesserungen kontinuierlich reduziert.

Zusätzlich zu den lokalen Reduktionsmaßnahmen unterstützt die Vaillant Group mit dem Aufforstungsprojekt in Costa Rica den globalen Klimaschutz.

Das Projekt wird nach dem international anerkannten Gold Standard for the Global Goals zertifiziert. In den kommenden 40 Jahren werden die Bäume auf den ausgewählten Flächen über 400.000 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen.

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Bis zu zehn Meter Baumwachstum in drei Jahren

Widrige Wetterbedingungen hatten im Jahr 2025 direkten Einfluss auf den Projektverlauf. „Wir hatten es mit einem außergewöhnlich regnerischen und stürmischen Jahr zu tun“, berichtet Ann-Kathrin Söllner, bei BaumInvest verantwortlich für die Koordination der forstwirtschaftlichen Projekte. Dennoch konnten alle geplanten Pflegearbeiten vollständig ausgeführt werden.

Das Bewaldungskonzept folgt einem Schichtmodell. Dabei werden verschiedene Baumarten kombiniert: Schnell wachsende Pionierbäume schützen als Schattenspender empfindlichere, niedrigere Bäume und Pflanzen. Für eine natürliche Vielfalt sorgen insgesamt gut zwei Dutzend verschiedene Baumarten, darunter der bedrohte Almendro-Baum.

Der Bestand hat sich in den vergangenen drei Jahren positiv entwickelt: Die Wachstumsrate der Bäume lag deutlich über den erwartbaren Durchschnittswerten. Im Bereich Los Patos wurden im November 2025 folgende Einzelmessungen dokumentiert:

  • Pionierbäume (zum Beispiel Gallinasso) erreichen teilweise bereits Höhen von über zehn Metern.

  • Sekundärbäume wie Ceiba stehen bei etwa 7,5 Metern.

  • Klimax-Bäume, beispielsweise Espavel, messen bereits bis zu 4,5 Meter.


Vaillant Group
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Bei der Bepflanzung 2022 habe ich mir vor Ort in Costa Rica ein eigenes Bild gemacht. Es ist beeindruckend, wie schnell aus den Setzlingen in so kurzer Zeit bis zu zehn Meter hohe Bäume entstanden sind.

Claudia Altenrath

Director Group Sustainability bei der Vaillant Group


Die Rückkehr der bedrohten Arten

Durch das Wiederbewalden von degradiertem Weideland regenerieren sich wichtige Wald-Ökosysteme. „Vergleichbar mit einem Puzzle leistet BaumInvest einen wichtigen Beitrag Stück für Stück die Wald-Korridore in der Landschaft zu verbinden“, beschreibt Claudia Altenrath. Auf diese Weise fördern wir gemeinsam gezielt die Biodiversität. Die Beobachtung zahlreicher Tierarten zeigt, dass die neu entstehenden Lebensräume bereits von unterschiedlichen Waldbewohnern genutzt werden.

„Einige seltene und bedrohte Tierarten wurden bereits beobachtet. Rund um die Bäume treten zunehmend auch verschiedene sichtbare Pilzfruchtkörper auf – ein Zeichen dafür, dass sich das neue Waldökosystem weiterentwickelt“, erläutert Fabian Schmidt-Pramov. Für das Team vor Ort sind diese Beobachtungen der Lohn für die unermüdliche Arbeit.

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Die Rückkehr der Tierwelt ist einer der deutlichsten Belege dafür, dass die Wiederaufforstung Wirkung zeigt. Wo früher degradierte Flächen das Landschaftsbild prägten, entstehen heute wieder Lebensräume für zahlreiche Tierarten. Die Sichtungen des Jahres 2025 zeigen eindrucksvoll, wie sich das Ökosystem Schritt für Schritt regeneriert.

  • Mantelbrüllaffen: Ein lautstarker Botschafter der Wildnis, der als gefährdet gilt.

  • Baird’s Tapir: Eine Säugetierart aus der Familie der Tapire, deren Präsenz ein Beweis für ein intaktes Ökosystem ist.

  • Eine wachsende Vogelwelt: Tukane und Aras sorgen im entstehenden Regenwald für ein unverwechselbares Naturkonzert.

  • Weitere Sichtungen: Beobachtungen von Faultieren, Schlangen, Fröschen und weiteren Amphibien bestätigen die wachsende Artenvielfalt.

Einen Tapir zu sehen oder die Rufe der Brüllaffen zu hören, ist nicht nur beeindruckend. Es zeigt zugleich, dass die wiederbewaldeten und miteinander vernetzten Flächen zunehmend wertvollen Lebensraum bieten, unter anderem für bedrohte Arten.

Fabian Schmidt-Pramov, BaumInvest

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Der Wald und seine Beschützer

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Ein Regenwald braucht Schutz, insbesondere in seiner jungen Phase. Hier spielen die Ranger eine maßgebliche Rolle. Pro Teilprojekt sichert ein fester Mitarbeiter die Flächen, dokumentiert Tierspuren und führt notwendige Pflegearbeiten wie den Rückschnitt der Begleitvegetation durch.

Ein positives Merkmal ist die hohe Stabilität im Team, wie Ann-Kathrin Söllner ausführt: „Wer bei uns als Ranger anfängt, bleibt meist auch. Die Mitarbeitenden fühlen sich sehr wohl und tragen die Informationen über das Aufforstungsprojekt wiederum in ihr soziales Umfeld, in ihre Dörfer.“

Ein Versprechen und eine Verpflichtung für Jahrzehnte

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Der Blick richtet sich in Richtung Zukunft, während die Aufforstung beendet ist, heißt es nun den Bestand der Bäume regelmäßig zu Prüfen und zu pflegen, kranke Pflanzen austauschen und vor Schädlingen zu schützen. Die Waldstrukturen werden sich, so die Erwartung, in den kommenden Jahren weiterentwickeln und intakte, wertvolle Ökosysteme schaffen. Clauda Altenrath nennt einen entscheidenden Vorteil, der den Ausschlag für Costa Rica gab: „Hier ist es gesetzlich verankert, dass diese Flächen dauerhaft unter Schutz stehen und nicht abgeholzt werden dürfen.“

Diese Regelung stellt sicher, dass der Regenwald mit seiner Artenvielfalt für kommende Generationen erhalten bleibt – und dass die Natur in Caño Negro und Guatuso mit den Jahren immer tiefere Wurzeln schlagen kann.


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Nachhaltigkeitsprogramm SEEDS

Das Aufforstungsprojekt Costa Rica ist ein wichtiger Teil des Nachhaltigkeitsprogramms der Vaillant Group. SEEDS umfasst die vier Fokusfelder: Umwelt, Mitarbeitende, Entwicklung & Lösungen und Gesellschaft.

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