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„Manche Leute haben eine rosarote Brille auf der Nase. Bei uns ist es eine grüne.“

Entwicklungsingenieur Harald Riecke und Research&Development-Projektleiter Sven Hanfland behalten bei ihrer Arbeit am Standort Remscheid immer die Nachhaltigkeitsziele der Vaillant Group im Auge.

Die grüne Brille: ein hilfreiches Instrument!

Der Weg kann steinig sein. Oder sonnig. Oder holzig. Doch das Ziel von Harald Riecke und Sven Hanfland ist immer dasselbe: Produkte von höchster Effizienz und maximaler Nachhaltigkeit zu entwickeln. Sie suchen und finden optimale Energieträger – zum Beispiel Mineralien, Licht oder Pellets aus nachwachsenden Rohstoffen. Sie finden Methoden, diese Energiequellen möglichst wirkungsvoll zu nutzen. Und sie spüren Verfahren auf, die die umweltfreundliche Entwicklung, Herstellung und Distribution eines Produkts ermöglichen – sowie ein nachhaltiges Recycling berücksichtigen. Man könnte es auch so formulieren: Beide haben eine grüne Brille auf der Nase. Was sie mit diesem hilfreichen Instrument so alles durchschauen und entdecken, erfahren Sie jetzt.

Nachhaltigkeit? Da sind wir detailversessen. Und detailverliebt!

Die Arbeitsplätze von Harald Riecke und Sven Hanfland liegen in der beschaulichen Stadt Remscheid. Tag für Tag tüfteln sie im Bergischen Land an Innovationen für mehr Effizienz und Nachhaltigkeit – und entwickeln Lösungen, die die Umwelt entlasten. In allen Ländern rund um den Globus.

Nachwachsender Gesprächsbedarf

80 Prozent hocheffiziente Produkte, –15 Prozent Treibhausgasemissionen des Produktportfolios, +15 Prozent Materialeffizienz:

Die Vaillant Group Nachhaltigkeitsstrategie S.E.E.D.S. definiert verbindliche und nachprüfbare Ziele, die das Familienunternehmen bis zum Jahr 2020 erreichen möchte – Vorgaben, die immer wieder zu sachlichen Gesprächen, aber auch zu hitzigen Diskussionen zwischen Entwicklungsingenieur Harald Riecke und Research&Development-Projektleiter Sven Hanfland führen. Die beiden engagieren sich gemeinsam schon seit mehr als einem Jahrzehnt für die Entwicklung nachhaltiger Produkte. In dieser Zeit haben sie viele Innovationen entwickelt und auf den Markt gebracht – und so einige Hindernisse überwunden.

Herr Riecke, Herr Hanfland, die Nachhaltigkeitsstrategie formuliert ambitionierte Ziele. Sie sind mitverantwortlich für die Umsetzung. Wie wirkt sich das auf Ihre Arbeit aus?

Harald Riecke: (lacht) Wir haben uns noch öfter als früher in den Haaren.

Sven Hanfland: Die Ziele sind hochgesteckt, keine Frage. Es kommt darauf an, eine bestimmte Systematik in die Arbeit einfließen zu lassen. Eine hocheffiziente Vorgehensweise führt zu hocheffizienten Produkten.

Harald Riecke: Hocheffizient – gutes Stichwort. Wir haben den Anspruch, immer effizientere Produkte zu entwickeln, das heißt Produkte, die einen besonders hohen Wirkungsgrad haben. Technisch ist da viel denkbar und viel machbar. Nur kommt es bei der Entwicklung auch auf viele weitere Faktoren an wie Kosten, Timings, Rohstoffbeschaffung oder Fertigungsprozesse. All diese Punkte unter einen Hut zu bringen, ist manchmal nicht so einfach.

Was heißt das konkret? Können Sie ein Beispiel nennen?

Harald Riecke: Oh ja, da fällt mir gleich etwas ein. Sven, du ahnst schon, was ich meine. Ich sage nur: Akustiklabor.

Sven Hanfland: Das war eine ziemlich frustrierende Sache. Unser Team hatte große Hoffnungen in neuartige akustische Dämmstoffe gesetzt. Doch gleich das erste Material fiel in den Tests durch. Das zweite auch. Nummer drei ebenfalls. Nach zig Nullnummern habe ich die Notbremse gezogen.

Harald Riecke: Die praktischen Tests waren jedenfalls viel zu teuer. Mit unserem Effizienzanspruch hatte das also wenig zu tun. Wir haben die Materialprüfungen dann in unserem Akustiklabor simuliert.

Was ist dabei herausgekommen?

Sven Hanfland: Durch die Simulation konnten wir sicherstellen, den Zeitplan einzuhalten.

Harald Riecke: Ein wichtiges Ergebnis war, dass wir so endlich einen optimalen Dämmstoff finden konnten und sich die Mühe letztlich doch gelohnt hat.

Sven Hanfland: Wir behalten natürlich immer jeden wichtigen Punkt im Auge. Wir haben ein Pflichtenheft, das die technischen Anforderungen vorgibt. Außerdem berücksichtigen wir die Projektziele für Qualität, Kosten und Zeit. Über Meilensteine wird der Projektfortschritt dokumentiert.

Harald Riecke: (lacht) „Sind wir auf Track?“ fragt Sven bei unseren Meilenstein-Meetings immer. Manchmal höre ich den Spruch sogar in meinen Träumen.

Sven Hanfland: Ist doch klar, dass wir unsere Termine halten müssen, sonst überziehen wir das Zeitkonto, und das kann schlimme Folgen haben.

Der Koordinationsaufwand ist sicher hoch ...

Harald Riecke: Allerdings. Unsere Projekte dauern im Schnitt zwei Jahre. In der Zeit hat das Management oft noch mehr zu tun als die Entwickler.

Sven Hanfland: Der Projektmanager muss ja nicht nur intern den Überblick behalten und die Zeitpläne einhalten. Wenn wir einen neuen Zulieferer ins Boot holen, fallen weitere Aufgaben an, die Zeit kosten. Jeder Partner der Vaillant Group muss eine interne Zertifizierung durchlaufen, Maßgabe sind die Global-Compact-Prinzipien.

Wir sind jetzt schon mittendrin in den Abläufen. Doch wo ist der Startpunkt, wo setzen die Entwickler an?

Harald Riecke: Die Randparameter haben hier große Bedeutung.

Sven Hanfland: Genau. Die Randparameter beschreiben die Voraussetzungen, unter denen ein Produkt zu entwickeln ist, einschließlich der Nachhaltigkeitsvorgaben. Meine Abteilung macht auf dieser Grundlage Vorschläge, zum Beispiel für den Einsatz von neuen Technologien.

Harald Riecke: Entwicklern wie mir kommt dann die Umsetzung zu. Das heißt wir machen den Schritt von der Theorie in die Praxis. Die Entwickler verwirklichen die Ideen.

Sven Hanfland: Dabei kommt es wiederum auf die unterschiedlichsten Größen an. Nachhaltigkeit bedeutet nicht überall und unter allen Umständen das Gleiche. Ein Produkt, das in Deutschland als wenig effizient gilt, kann in einer anderen Region einen echten Beitrag zur Ressourcenschonung leisten.

Harald Riecke: Ich denke da gleich an Durchlauferhitzer, die Warmwasser mit Strom bereiten. Die Geräte haben in Deutschland keinen guten Ruf. Ganz anders sieht die Lage in Norwegen aus. Das Land produziert in Wasserkraftwerken Strom besonders umweltschonend. Da kann der Einsatz von Durchlauferhitzern durchaus einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit leisten.

Sven Hanfland: Man muss halt differenzieren und schauen, für welchen Markt ein Produkt entwickelt wird.

Harald Riecke: Es kommt immer wieder zu vorschnellen Urteilen über ganze Produktkategorien oder Produktdetails. Auf den ersten Blick scheint alles ganz einfach, auf den zweiten und dritten Blick entsteht oft ein ganz anderes Bild.

Was fällt Ihnen beim zweiten und dritten Blick auf?

Sven Hanfland: Ich gebe Ihnen mal ein Beispiel. Kork. Nachwachsender Rohstoff. Seit Jahrhunderten dient die Baumrinde unterschiedlichsten Zwecken. Kork eignet sich auch hervorragend als Dichtungsmaterial für Heizgeräte. Unser Einkauf hat nach einem Gespräch signalisiert: Prima, wir können Kork in ausreichenden Mengen zu einem akzeptablen Preis beschaffen. Wir haben mögliche Lieferanten ausgemacht. Doch dann ...

Harald Riecke: Dichtungsmaterial muss Brandschutzvorschriften erfüllen. Mit naturbelassenem Kork ist das nicht zu machen. Erst nach einer intensiven chemischen Behandlung erfüllt Kork die strengen Vorgaben. Der chemisch behandelte Kork ist jedoch weniger umweltfreundlich als das synthetische Dichtungsmaterial, das sich in vielen Jahren bewährt hat.

Nachhaltigkeit scheint ein komplexes Thema zu sein.

Harald Riecke: Absolut. Aber gerade deswegen besitzt es auch so großes Potenzial. Und im Ergebnis profitieren unsere Kunden von immer grünerer und effizienterer Technologie.

Sven Hanfland: Und dank dieses Kundenfokus finden unsere Teams immer wieder Lösungen, die uns Schritt für Schritt voranbringen. Manchmal stoßen wir an technische Grenzen, aber mit den klugen Köpfen in unseren Projektteams überwinden wir auch die.

Harald Riecke: Bei Brennwertgeräten haben wir inzwischen so eine Grenze erreicht. Der Wirkungsgrad ist heute so hoch, dass wir das physikalisch Machbare praktisch ausgereizt haben. Dennoch haben wir hier immer noch Chancen, die Effizienz der Geräte zu erhöhen. Eine Möglichkeit ist, die Steuerung des Systems zu optimieren. Hier spielen die Software-Algorithmen eine große Rolle.

Sven Hanfland: Das ist ähnlich wie beim Autofahren. Ein und dasselbe Fahrzeug verbraucht ganz unterschiedlich viel Treibstoff, je nach Fahrweise.

Harald Riecke: Was schaust du mich jetzt so an? Ich hab doch keinen Bleifuß!

Sven Hanfland: Natürlich nicht!

Harald Riecke: Nachhaltigkeit, das ist für uns übrigens kein Pflichtthema. Auch privat achten wir auf unseren ökologischen Fußabdruck, und zwar nicht nur beim Autofahren. Das liegt uns persönlich am Herzen sozusagen.

Sven Hanfland: Du hast doch erst vor einem halben Jahr die Heiztechnik in deinem Haus erneuert, stimmt’s?

Harald Riecke: Es war höchste Zeit. Die alte Anlage war schon fast zehn Jahre alt. Das neue Gerät ist stolze 20 Prozent effizienter. Ich habe auf Brennwerttechnik gesetzt, die nutzt auch die Abwärme.

Welche Technologie ist denn die effizienteste?

Sven Hanfland: Auch hier kann es keine pauschale Ansage geben. Es kommt darauf an, um es mal ein wenig flapsig zu formulieren.

Harald Riecke: Es kommt darauf an, dass jeder Hausbesitzer die individuell beste Lösung findet. Das kann ein Brennwertgerät sein oder eine Hybridanlage, die zusätzlich eine Wärmepumpe integriert. Eine Solaranlage kann einen Großteil der Warmwasserversorgung sicherstellen. Für größere Objekte lohnt es sich oft, eine Anlagenkombination mit Mini-Blockheizkraftwerk zu installieren.

Sven Hanfland: Eins steht fest: Wer sich für Produkte der Vaillant Group entscheidet, leistet sofort einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit.

Harald Riecke: Stimmt genau. Und das gute Gefühl gibt es oben drauf.

Herr Riecke, Herr Hanfland, vielen Dank für das Gespräch!

Nachwachsender Gesprächsbedarf

Die Entwicklung neuer Produkte orientiert sich an den ambitionierten Vorgaben unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Im Interview erklären Harald Riecke und Sven Hanfland, wie sich dies auf die alltägliche Arbeit auswirkt.

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Uns ist wichtig, dass Nachhaltigkeitsaspekte in allen Phasen des Produktlebenszyklus fest verankert werden. Allerdings funktioniert das nicht auf Zuruf, sondern nur anhand gut strukturierter, lebbarer Prozesse und Vorgaben.

Marion Storch, Ingenieurin im Nachhaltigkeitsteam der Vaillant Group

S.E.E.D.S. trägt immer mehr Früchte

Das Nachhaltigkeitsziel der Vaillant Group ist ehrgeizig: Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil hocheffizienter Produkte auf 80 Prozent ausgebaut werden, gleichzeitig die Materialeffizienz um 15 Prozent steigen. Für diesen Zeitraum ist zudem geplant, die Treibhausgasemissionen des Produktportfolios um 15 Prozent zu senken.

  • 80%

    Anteil hocheffizienter Produkte

  • +15%

    Materialeffizienz

  • –15%

    Treibhausgasemissionen

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