S.E.E.D.S. International

Länderchef Mario Opačak hat für die kroatische Ländergesellschaft eine Nachhaltigkeitsstrategie aufgesetzt. Abgeleitet aus der gruppenweiten Strategie S.E.E.D.S. und passgenau für Kroatien.

Warum? Die Frage ist für Mario Opačak leicht zu beantworten

„Als im Frühsommer 2015 auf dem Managermeeting für Osteuropa der Plan vorgestellt wurde, in den Vaillant Group Vertriebsgesellschaften, englisch „national sales companies“ (NSCs), die Nachhaltigkeitsstrategie S.E.E.D.S. lokal zu adaptieren, war mir klar, dass wir das in Kroatien machen. Wir hatten bis dahin schon vieles getan – Kleineres und Größeres –, aber ohne eine umfassende Strategie.“

Eine eigene, auf die Bedürfnisse von Partnern, Kunden und NSC angepasste Strategie ändert das aber. „Außerdem gab es für das Pilotprojekt zusätzliche Mittel – die waren perfekt, unsere Ideen, die wir schon hatten, umzusetzen.“

Es ging schnell. Schon im September 2015 war die Strategie "Vaillant 2020 - really green" fertig. Das Vaillant Group Nachhaltigkeitsmanagement hatte ein erstes Konzept vorgestellt und die NSC bei der Ausarbeitung unterstützt, schließlich sollte S.E.E.D.S. passgenau auf die lokalen Rahmenbedingungen der NSCs heruntergebrochen werden.

  • 4

    Themenfelder

  • 1

    Strategie

  • 2020

    really green

Zu jedem der vier Themenfelder analysierte die NSC in Kroatien ihren Status und definierte die Ziele, die sie bis 2020 erreichen will. Das geschieht vor allem mit ganz konkreten Projekten: Der CO2-Fußabdruck etwa soll reduziert werden, das Bürogebäude mit selbst produziertem Strom versorgt werden usw. Einiges ist bereits realisiert. Die Photovoltaikanlage ist seit Januar 2016 in Betrieb; das Gebäude kann zwar noch nicht klimaneutral betrieben werden, aber es ist immerhin energetisch unabhängig. Auch das Elektroauto ist bereits im Einsatz und kann vor der eigenen Tür mit eigenem Strom betankt werden. Die Tankstelle steht auch den Kunden zur Verfügung. Noch fragten sie das Angebot nicht ab, allerdings sei Elektromobilität in Kroatien ein großes Thema und werde vom Staat finanziell großzügig unterstützt, berichtet der Länderchef.

Drei Fragen an

Claudia Altenrath, Head of Sustainability Management

Warum lokale Adaptionen der Nachhaltigkeitsstrategie?

Wir unterstützen die Vertriebsgesellschaften dabei, aus S.E.E.D.S. lokale Nachhaltigkeitsstrategien zu entwickeln, passend zu den Bedürfnissen des Markts."

Wie unterstützt das zentrale Nachhaltigkeitsmanagement die Vertriebsgesellschaften?

Wir arbeiten an einem Baukasten, aus dem die Vertriebsgesellschaften sich die Module aussuchen, die sie wirklich weiterbringen.“

Gibt es bereits Pläne für den weiteren Roll-Out?

Kroatien ist als Pilotprojektland vorangegangen, der große Nachbar im Norden folgt: Wir entwickeln derzeit mit der Vertriebsgesellschaft in Österreich ihre Nachhaltigkeitsstrategie."

Aber warum die gruppenweite Nachhaltigkeitsstrategie in Kroatien adaptieren?

„Weil es zu uns passt“, sagt Mario Opačak. „Natürlich sind wir als Vaillant hier in Kroatien unserer Zeit voraus. Aber genau darum geht es. Wir sind Marktführer und immer vorangeschritten: Wir waren die Ersten, die ein Kundenbindungsprogramm aufgelegt haben, ein Trainingscenter und ein Infomobil angeboten haben, die eine kostenlose Kundenhotline hatten, einen YouTube- Kanal, ein spezielles Trainingscenter zu erneuerbaren Energien usw. Wir sind Vorreiter. Auch und gerade bei diesem Thema. Es geht in Kroatien darum, den Begriff Nachhaltigkeit zu besetzen – denn das ist er noch nicht.“ Entsprechend gut in das Konzept passt die Einführung der Green iQ Produkte Anfang 2016, die mit vielen, auch neuen Kommunikationsmitteln unterstützt wird.

Das Ziel: Grün durch und durch

Ein wichtiger Schritt ist bereits geschafft: Am 16. September, dem Internationalen Tag für den Schutz der Ozonschicht, hat der erste Vaillant Green Day stattgefunden. In einem umfangreichen Programm lernten die etwa 60 Fachpartner und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Umweltvereinen und Journalismus in sechs Stationen die wesentlichen Punkte des Nachhaltigkeitsprogramms kennen. Sie besichtigen unter anderem die Photovoltaikanlage auf dem Gebäudedach und die vier aroTHERM Wärmepumpen, die das Gebäude beheizen und kühlen. An weiteren Stationen informierten sich die Gäste über die Green iQ Produkte und ermittelten mit dem Selbsttest der Green iQ Studie ihren eigenen grünen Intelligenzquotienten. Als Ehrengast eröffnete der deutsche Botschafter in Kroatien Thomas E. Schultze die Veranstaltung.

Die Partner für Nachhaltigkeit zu gewinnen, ist ein großes Ziel. Deren aktive Einbindung wollen wir in einem zweiten Schritt, von 2018 bis 2020, anstoßen. Im ersten Teil der Strategie gilt es, Nachhaltigkeit vorzuleben, zu informieren, zu begeistern.“
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